Die Deutsche Bank gratuliert dem Städel Museum zu seinem 200. Geburtstag

Bereits mittags bildeten sich lange Schlangen. Über 10.000 Besucher kamen, als das Städel Museum am letzten Wochenende seinen 200. Geburtstag mit einem großen Bürgerfest feierte. Zehn Stunden lang gab es Führungen, Workshops, Musik und Angebote für Kinder. Alle Besucher waren zu einem kostenlosen Rundgang durch die eigens für das Jubiläum eröffnete Ausstellung Monet und die Geburt des Impressionismus eingeladen. Während Kammer-Ensembles des hr-Sinfonieorchesters in den unterschiedlichen Sammlungsbereichen Alte Meister, Kunst der Moderne und Gegenwartskunst Werke von Bach bis Reich spielten, waren im Metzler-Saal die  performativen Installationen Part bodies/part objects der tschechischen Künstlerin Eva Kotátková zu erleben.

Zahlreiche Prominente, wie etwa Regierungssprecher Steffen Seibert stellten in der Führungsreihe Mein Städel ihre Lieblingsbilder vor. Am Nachmittag wurde vor dem Haupteingang eine über zwei Meter große, grasgrüne Geburtstagstorte in Form des mit Rasen bewachsenen Museumsdaches im Innenhof angeschnitten. Beim offiziellen Geburtstagsfestakt nannte Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) das Städel ein „Schmuckstück am Main, auf das nicht nur Frankfurt, sondern ganz Deutschland stolz sein kann“. Kaum ein anderes Museum werde so „vom Bürgersinn kunstbegeisterter Zeitgenossen getragen“ wie das Städel.

Das Städel am Frankfurter Museumsufer ist nicht nur eines der bedeutendsten Kunstmuseen, sondern auch die älteste bürgerliche Museumsstiftung Deutschlands. Gegründet wurde es von dem Frankfurter Bankier und Mäzen Johann Friedrich Städel, der mit seinem Testament im Jahr 1815 den Grundstein für Deutschlands älteste bürgerliche Museumstiftung legte. Sein Ziel war es, allen Frankfurter Bürgern einen gleichberechtigten Zugang zu kultureller Bildung zu ermöglichen.

Diesen Anspruch verfolgt das Museum bis heute für seine Besucher. Pünktlich zum Jubiläum erscheinen zwei neue digitale Angebote: Die Digitale Sammlung ermöglicht ab dem 15.3. einen völlig neuartigen Zugang zu den Beständen des Museums – sowohl über die gezielte Suche als auch als digitales Schlendern durch 700 Jahre Kunstgeschichte. Eine neu entwickelte Städel App bietet ab sofort außerdem viel Wissenswertes rund um den Museumsbesuch, ausführliche Hintergrundinformationen zu Meisterwerken der Sammlung und aktuelle Audioguides der Sonderausstellungen. Die für iOS und Android konzipierte App ist kostenlos in allen gängigen Stores erhältlich.

Als eines der Unternehmen, die neben Stiftungen und Bürgern den Erweiterungsbau für die Präsentation der Gegenwartskunst unterstützt haben, gratuliert auch die Deutsche Bank zum Jubiläum. Die 2012 unter dem Städel Garten platzierte lichtdurchflutete Ausstellungshalle bringt rund 3.000 m² zusätzliche Ausstellungsfläche und war die größte inhaltliche und architektonische Erweiterung des Museums. Anlässlich dieses Ereignisses vereinbarten die Deutsche Bank und das Städel bereits 2008 die dauerhafte Übergabe von 60 Gemälden und Skulpturen, 161 Originalen auf Papier und 379 Druckgrafiken, von denen nun ein großer Teil in den Gartenhallen zu sehen ist. Die Dauerleihgabe aus der Sammlung Deutsche Bank markierte den Höhepunkt der traditionell engen Partnerschaft zwischen beiden Häusern.

Anlässlich des 200. Geburtstages unterstützt die Deutsche Bank die Ausstellung Die 80er. Figurative Malerei in der BRD, in der auch zahlreiche Leihgaben aus der Unternehmenssammlung zu sehen sein werden. Die Ausstellung zeigt rund 80 Werke von knapp 20 Künstlern wie Rainer Fetting, Martin Kippenberger, Helmut Middendorf, Salomé oder Andreas Schulze und macht die Dynamik dieser Malerei in ihrer ganzen Komplexität und Differenziertheit sichtbar.

Die 80er. Figurative Malerei in der BRD
22.7.–18.10.2015
Städel Museum, Frankfurt